Neuer Nachwuchs-Rekord:
Neun junge Menschen starten ihren Berufsweg beim Wagenfelder Getränkeunternehmen.
Jetzt insgesamt 18 Auszubildende beim Familienunternehmen Friedrich Lütvogt.

Ihre Berufsaubildungen sind sehr vielfältig, das Ziel ist das gleiche: Unter dem Unternehmensleitsatz „Getränke für die Region“ fingen am 1. August gleich neun junge Menschen ihre Berufsausbildung beim Familienunternehmen Friedrich Lütvogt an. „Das ist ein tolles Zeichen“ sagt Ausbildungsbetreuerin Fiona Wiedemann höchst erfreut. In Zeiten, in denen es vielen Unternehmen schwer fällt, ihre Ausbildungsplätze zu besetzen, ist die hohe Anzahl von Neueinsteigern auch die verdiente Ernte professioneller Nachwuchsförderung und stärkerer Öffentlichkeitsarbeit. „Noch vor wenigen Jahren wussten nur wenige Menschen, wie viele junge Leute in welch unterschiedlichen Berufen hier ausgebildet werden“, erklärt Verwaltungsleiter Roland Burghausen. Doch seit geraumer Zeit kümmert man sich aktiv um Nachwuchs, z. B. auch mit einem regelmäßigen Stand auf der Berufsmesse in Diepholz.

Für Auszubildende mit guten oder sehr guten Abschlüssen werden Prämien ausgelobt und die Wahrnehmung des vielfältigen Seminarpaketes der Diepholzer Siegfried und Sophie Seitz Stiftung dient der Persönlichkeitsentwicklung über den Tellerrand des eigenen Berufsbildes hinaus. Ebenso gibt es einen gut strukturierten Ausbildungsplan, der allen Auszubildenden einen Überblick über das gesamte Unternehmen gewährt. So ist z. B. nicht nur für die Auszubildende im Einzelhandel eine feste Station im bi Lütts Fachmarkt vorgesehen. Auch für eine Großhandelskauffrau, eine Lagerfachkraft oder einen Kraftfahrer ist es hilfreich, einmal ganz dicht am Markt zu sein, die Produktvielfalt und die Kunden hautnah kennenzulernen.

Und Logistikleiter Rainer Schwittay weiß um die Bedeutung von modernem Arbeitsgerät und guten Rahmenbedingungen in einem Berufsfeld, das es heute extrem schwer hat, Nachwuchs zu begeistern: „Wir haben modernste LKW und die Kraftfahrer kommen jeden Abend zurück an die (Au-)Burg. Das ist für manchen der Anreiz, gerade bei uns seine Ausbildung zum Berufskraftfahrer zu starten“.

Auszubildende 2016 von links: Gabriele Henke, Lea Valentin, Lucas Mohammed, Frederic Monje, Lorena Kellermann, Nicholas Krusmann, Benjamin Meinecke, Malte Harzmeyer, Raffa Camara, Joel Baude, Stella Marie Panitzsch, Saskia Müller, Rainer Schwittay, Dirk Lütvogt, Roland Burghausen, Fiona Wiedemann.

„Aber auch die allgemeine Unternehmensausrichtung spielt inzwischen für manchen Bewerber und nicht nur für junge Auszubildende eine Rolle“, berichtet die Leiterin der Finanzbuchhaltung und Prokuristin Gabriele Henke. Wissenschaftliche Erhebungen zeigen, dass die junge Generation mit ihrem Arbeitsplatz nicht mehr nur wie viele ältere Jahrgänge vor allem Status und Vergütung verbinden, sondern zunehmend häufig auch „Sinn“ suchen.
„Sinn“ versucht Dirk Lütvogt sich selbst und seinen Mitarbeiter/Innen dadurch zu schaffen, dass man nicht nur einfach Getränke abfüllt und verkauft, sondern kontinuierlich daran arbeitet, das alles besonders umweltgerecht zu machen. Ziel ist es, ein „grünes“ Vorzeigeunternehmen mit einer besonderen Kultur und Stellung innerhalb der Branche zu werden, denn eine nüchterne Erkenntnis steht für den Geschäftsführer im Raum: „Ohne unser Unternehmen muss niemand im Land verdursten. Wir wollen die besseren Getränke auf eine bessere Art und Weise herstellen und zu unseren Kunden in der Region bringen. „Volle Pulle Heimat!“ heißt denn auch der sympathische und beliebte Slogan der erfolgreichen Produktreihe „Lütts Landlust“.

Friedrich von Hardenberg (Novalis)„Wo gehen wir denn hin?“ –
„Immer nach Hause!“

Novalis im Heinrich von Oefterdingen

Lütts Landlust JohannaLütts Landlust findet mehr und mehr Freunde. Die wachsende Bedeutung des Themas „Heimat“ in einer Zeit großer Unsicherheiten mag ein Grund dafür sein. Der junge Dichter Novalis (1772–1801) erkannte intuitiv, dass die wichtigen Wege des Lebens letztlich Rückkehr zum Ursprung sind!

Wir haben uns verpflichtet, mit den Früchten unseres Landes zu arbeiten und wollen nach den sinnlichen Eindrücken der Kindheit suchen. Im letzten Sommer sind wir fündig geworden: Vom Klostergut in Mönchpfiffel erhalten wir den Direktsaft ökologisch angebauter Schwarzer Johannisbeeren! Dort in der Goldenen Aue am sagenumwobenen Kyffhäuser gedeihen ganz ausgezeichnete Früchte.

Beerenfrüchte verbinden viele Menschen mit Kindheitserinnerungen an den Garten ihrer Eltern oder Großeltern. Unsere Oma Frieda („Lütts Tante“) hat Johannisbeeren angebaut und zu Puddingsaft verarbeitet. Wir Kinder durften ihr dabei zur Hand gehen. Später geriet diese Frucht für uns in Vergessenheit. Hin und wieder tauchte sie noch flüchtig als Aroma auf – zumeist unter der modischen Bezeichnung Cassis. In jüngster Zeit mehren sich Hinweise auf den nicht zu unterschätzenden gesundheitsdienlichen Wert dieser Beere voll schwarzer Magie. Grund genug für uns, eine charaktervolle und eigenwillige „Johanna“ zu komponieren.

 

 

Die Herkunft

Das Klostergut in Mönchpfiffel  
Der Garten der Zisterzienser

Klostergut Mönchpfiffel

Mönchpfiffel im Kyffhäuserkreis; ein beeindruckendes Klostergut. Früher nannte man solche Wirtschaftsgüter Grangien. Das waren Landgüter der Zisterzienserklöster, auf denen Laienbrüder Garten- und Ackerbau betrieben. Zisterziensermönche entwickelten das Konzept der Dreifelderwirtschaft. Die rund 300 Hektar große Grangie Mönchpfiffel gehörte zum Kloster Walkenried am Harz in Niedersachsen.

Schon vor 800 Jahren wurden hier Früchte angebaut und heute wird rund um das denkmalgeschützte Ensemble mit Herrenhaus, Kapelle, Ochsen- und Schafstall Ökolandbau betrieben. Obstbauexpertin Carina von Jagemann, ein Kind der Region, wacht über viele Hektar Johannisbeeren, Äpfel und Stachelbeeren. Hier reifen die schwarz-violetten Beeren für unsere Johanna.