Der grüne Kasten

Der grüne Kasten

Das Familienunternehmen Friedrich Lütvogt stellt für eine Vielzahl junger, unabhängiger Getränke-Start-ups deren Produkte her und kümmert sich darüber hinaus um Lagerhaltung und Logistik. So können sich die Markeninhaber ganz auf ihre Stärken in Produktentwicklung, Marketing und Vertrieb konzentrieren.

Der „grüne Kasten“ ist ein an das Unternehmen Friedrich Lütvogt gebundenes, derzeit noch schwerpunktmäßig nordwestdeutsches Pool-Mehrweg-System, das insbesondere kleineren, unabhängigen Marken zur Verfügung steht, die in Wagenfeld ihre Getränke herstellen lassen. Seit 2012 ist der „grüne Kasten“ erfolgreich im Markt, wobei jährlich viele Zehntausend weitere Kästen beschafft werden. In den vergangenen Jahren wurde das System um neue Gebinde-Variationen erweitert.

Derzeit wird das Poolsystem von neun Markeninhabern mit Erfolg genutzt. Mit allen Poolteilnehmern ist eine Markierung abgestimmt worden, die den Mehrweg-Gedanken dem Händler, Gastronom und Endverbraucher positiv kommuniziert. Die Markierung befördert zudem den schnellen Rücklauf zum Händler.

Praktisch alle jungen, alternativen Markeninhaber/innen stehen dem Mehrweggedanken aus Überzeugung und im Hinblick auf ihre Zielgruppen sehr positiv gegenüber, merken aber schnell, dass die Beschaffung von Mehrwegkästen und -flaschen in der Startphase (Erstinvestition) sowie in starken Wachstumsphasen enorm auf Ergebnis und Liquidität ihrer Unternehmungen durchschlägt. Zudem ist das Risiko einer Fehlinvestition für Start-ups hoch, da oftmals in individualisierte Kästen investiert wird, ohne zu wissen, ob die Produktidee angenommen wird.

Das Unternehmen Friedrich Lütvogt übernimmt seit längerer Zeit in einer Art moderner Arbeitsteilung diejenigen Aufgaben, die für ein Start-up nur schwer zu meistern sind und von Banken oft als kritisch angesehen werden: hohe Investitionen in Maschinen und Lagerräumlichkeiten, Vorhalten von Warenbeständen.

… sparen sich riskante Startinvestitionen und können ihre Arbeitskraft und Kapital zu 100 % in die Marke stecken. Sie brauchen keinen Gedanken an Flaschen, Kästen, Leergutsortierung etc. zu verschwenden, sondern greifen auf ein einmalig intelligentes Leergut-Sortiersystem zurück, da in Wagenfeld die üblichen Fremdflaschen im Leergut zum großen Teil im Abfüllbetrieb zum vollen Pfandwert weitergenutzt werden. Darüber hinaus gehen sie keinerlei vertragliche Bindung bezüglich des Kastensystems ein. Sie können jederzeit nach entsprechender Vorankündigung wieder aus dem Pool aussteigen, ohne dass dafür irgendwelche Abstandszahlungen zu leisten wären.

… freut sich über die Reduktion seiner Leergutartikel. Er bekommt in einer Art „alternativem Markenkasten“ zahlreiche junge und erfolgreiche Marken geliefert, erhält diese an einem Beschaffungsstandort (Wagenfeld) in gewünschter Menge und hat auf seinem Leerguthof nur einen Leergutartikel (grüner Kasten). Die Paletten sind schnell wieder voll und gelangen zügig zum Hersteller zurück. Platzbedarf und Kapitalbindung sinken, die Umlaufgeschwindigkeit erhöht sich enorm.

… profitiert durch die Nutzung von Recyclat. Denn der „grüne Kasten“ wird aus Regenerat hergestellt, d.h. ausgesonderte Kästen erhalten ein neues Leben. Der dunkelgrüne Ton ermöglicht den Einsatz ziemlich vieler Mahlgut Farben, was sich in leichten Farbabweichungen einzelner Chargen zeigt. Daher ist der Kasten auch Marke für eine umweltfreundliche Herstellung im Hintergrund. Das von mehreren Marken genutzte Poolsystem ist ressourcensparend, da durch eine erhöhte Umlaufgeschwindigkeit pro Jahr eine bestimmte Menge Kästen und Flaschen für eine größere Menge Getränke genutzt werden kann.

… investiert mit begrenztem Risiko in einen Einheitskasten: wenn ein Markenhalter ausfallen würde oder aus dem Pool austreten möchte, befinden sich alle Flaschen und Kästen im Eigentum der Firma Friedrich Lütvogt und werden dem Pool wieder zugeschlagen. Lütvogt kann die Kästen eines ausscheidenden Pool-Teilnehmers 1:1 für die Gemeinschaft der Systempartner nutzen. Der Kasten macht indirekt Werbung für die Dienstleistung des Unternehmens: andere Startups sehen diesen Kasten im Markt und möchten möglicherweise auch Teil der Gemeinschaft werden. So wird der Mehrweggedanke gefördert. Zudem wird die Komplexität innerhalb des Unternehmens (Anzahl Leergut-Artikel, Abrechnungsmodalitäten, Leergutplanung für die Produktionen) ebenso stark reduziert wie die Rüstzeiten in der Produktion, da nicht immer wieder andere Kästen in die Anlage hineingefahren werden müssen.

Wir möchten mit dem „grünen Kasten“ dazu beitragen, dass Glas-Mehrweg nicht mehr „Schnee von gestern“ oder „Pflichtübung“ ist, sondern selbstverständliche Demonstration eines modernen, zukunftsfähigen Lebensstils wird.

  • Lütts Landlust, Friedrich Lütvogt, Wagenfeld
  • „zurück zu den Quellen!“, Friedrich Lütvogt, Wagenfeld
  • Wostok – Baikal Getränke, Berlin
  • Elbler, Hamburg
  • Cucumis Drinks, Hamburg
  • van Nahmen, Haminkeln
  • BrewDog, Berlin
  • Limoment, Bielefeld
  • Bilz-Bio-Limonaden, Bielefeld
  • Tobiquell, Wolfsburg
Kiste Gruen 033l Schraegansicht

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